Eignen sich Huskys als Familienhunde? Sind sie kinderlieb?

Wer einen Husky in seine Familie aufnehmen möchte, ist natürlich auch immer daran bedacht zu wissen, ob diese Hunderasse auch gut in Familien hineinpasst. Gerade bei Familien, in denen schon Kinder vorhanden oder geplant sind, ist es wichtig schon im Vorfeld zu wissen, ob Huskys mit Kinder klarkommen oder nicht.

Huskys sind sehr soziale, liebenswürdige und anhängliche Tiere, die ihre Familie über alles lieben. Auch mit Kindern kommen die meisten Huskys sehr gut klar vorausgesetzt, sie wurden schon früh an sie gewöhnt. Deshalb eignen sich Huskys auch für Familien.

Huskys sind im Allgemeinen sehr soziale Tiere, die einen starken Zug zu ihrer Familie verspüren. Unter welchen Umständen Huskys keine guten Familienhunde darstellen und worauf man bei Familien mit Kindern achten sollte, darauf gehen wir jetzt ein.

Warum eignen sich Huskys für Familien?

Huskys eignen sich sehr gut für Familien, da sie den engen Kontakt zu ihrem Rudel, in diesem Fall zu ihrer menschlichen Familie, sehr schätzen. Ursprünglich stammend aus kalten Regionen wie Sibirien oder Alaska, liegt es in den Genen des Huskys in einem Rudel von mehreren Hunden zu leben.

Aus diesem Grund eignen sich Huskys nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch hervorragend für Familien. Gut erzogene Huskys, die gut in die Familie integriert wurden, lieben es gemeinsam mit ihrer Familie etwas zu unternehmen.

Gemeinsam draußen herumzutollen und zu spielen oder auch gemeinsame Rad- oder Fahrradtouren sind Dinge, die ein Husky liebt.

Sind Huskys kinderlieb?

Stellt man die Frage, ob ein Husky auch für Familien geeignet ist, geht es den Meisten besonders um die Frage, ob ein Husky sich mit Kindern versteht. Auch wenn Familien aus nur zwei Personen bestehen können, so verbindet man meist auch Kinder mit dem Wort “Familie”.

Wurde ein Husky mit Geduld an Kinder gewöhnt, egal ob es ein ausgewachsener oder kleiner Welpe ist, kommen die meisten Huskys sehr gut mit Kindern klar, sehen sie als ihre Familie an und lieben es auch mit kleinen Kindern zu spielen.

Da Kinder, vor allem wenn sie klein sind, noch nicht so gut einschätzen können wie sie mit einem Hund umzugehen haben, ist es wichtig, dass der jeweilige Hund ein sanftes Gemüt hat und das Kind nicht verletzt.

Huskys sind soziale Tiere und kommen sehr gut mit Kindern zurecht. Voraussetzung ist, dass der Husky in Ruhe an Kinder gewöhnt wurde. Auch Welpen sollten langsam an Kinder gewöhnt werden.

Gerade in Bezug auf Kinder gibt es einige Dinge, die man unbedingt beachten sollte, worauf wir jetzt eingehen möchten.

Kind & Husky müssen aneinander gewöhnt werden

Damit das Zusammenleben mit einem Husky in einer Familie reibungslos verläuft, sollten Kind und Hund gegenseitig aneinander gewöhnt werden. Ist das Kind noch ein Baby, muss vor allem der Husky an das Baby gewöhnt werden.

Wird das Kind jedoch älter, muss auch das Kind unbedingt lernen, wie es mit einem Husky umzugehen hat und wie nicht. Ein gegenseitiger Respekt ist immens wichtig.

Huskys lieben es zu spielen und sind immer für einen Schabernack zu haben. Auch das Spielen mit Kindern bereitet ihnen großen Spaß.

Hier sollte man als Elternteil trotzdem immer ein Auge darauf haben. Denn auch Huskys müssen erst lernen, mit wie viel Kraft und auf welche Art und Weise sie mit einem Kind spielen können oder nicht.

Sonst kann es sein, dass ein Husky ein Kind ganz ohne Absicht verletzt einfach nur, weil dem Husky nicht bewusst war, wie viel Kraft er gegenüber einem Menschenkind besitzt.

Darf man Huskys mit Kindern alleine lassen?

Dieser Punkt ist wichtig und sollte auch nicht vernachlässigt werden, selbst wenn Husky und Kind sich schon seit 3, 5 oder mehr Jahren kennen.

Huskys sollte man nicht mit kleinen Kindern alleine lassen. Sie haben viel Energie und können unbeabsichtigt ein Kind verletzten einfach nur, weil sie mit ihm spielen wollen. Auch der stark vorhandene Jagdinstinkt stellt ein Risiko für Kinder dar.

Wir gehen nicht davon aus, dass ein Husky nach so vielen Jahren noch einen Jagdinstinkt bei deinem Kind entwickeln würde, aber 100%ig ausschließen kann man es nicht.

Das ist allerdings nicht der Hauptgrund, warum wir diesen Punkt ansprechen. Viel mehr kann es ohne Absicht dazu kommen, dass ein Husky ein Kind verletzt einfach nur, weil er zu rabiat mit ihm gespielt hat.

Oder vielleicht ärgert dein Kind den Husky und er möchte dem Kind einfach nur zeigen, dass er das gerade nicht mag. Auch wenn das Verhalten dann absolut nicht böse gemeint ist, kann es hierdurch zu Verletzungen kommen.

Damit es gar nicht erst soweit kommt ist es besser, wenn man seinen Husky einfach nicht mit seinen Kindern alleine lässt. Es sei denn, man ist sich wirklich 100%ig sicher, dass Husky und Kind wissen, wie sie miteinander umzugehen haben. Die Verantwortung das einzuschätzen liegt ganz bei dir.

Huskys besitzen einen ausgeprägten Jagdtrieb

Auch wenn Huskys keine klassischen Jagdhunde sind, so besitzen sie dennoch einen stark ausgeprägten Jagdtrieb. Ein Grund, warum Huskys nicht unbedingt mit Katzen, Hamstern oder Ähnlichem zusammen gehalten werden sollten.

Kommt ein Baby in die Familie eines Huskys ist es wichtig, dass er Schritt für Schritt daran gewöhnt wird. Sehr gut ist es, wenn der Hund nicht sofort 24/7 Zugang zu dem Baby hat. Man kann ihn zu Beginn in Ruhe am Baby schnüffeln lassen, sollte ihn danach aber auch immer mal wieder aus dem Raum entfernen, in dem sich das Baby aufhält.

Lasse einen Hund mit kleinen Kindern nicht ohne Aufsicht.

Ein Husky muss lernen, dass es sich um ein neues Familienmitglied handelt. Vor allem dann, wenn der Husky selber kein Welpe mehr, sondern schon ausgewachsen ist. Huskys besitzen von Natur aus einen starken Jagdinstinkt.

Wurde ein Husky nicht adäquat an ein Baby gewöhnt und man lässt beide alleine (was eine Mutter normalerweise nicht machen würde, aber vorsichtshalber sprechen wir es an), könnte es im schlimmsten Falle passieren, dass ein Husky das Baby als Beute sieht.

Sind Huskys Wachhunde?

Auch wenn Huskys es gewohnt sind in einem Rudel zu leben und dieses mitunter verteidigt werden muss, so sind Huskys keine Wachhunde. Ganz im Gegenteil. Ihre freudige Art macht es Einbrechern und bösen Menschen sehr leicht auf Grundstücke zu kommen.

Huskys eignen sich nicht als Wachhunde. Sie sind sozial, kontaktfreudig und gehen offen auf fremde Menschen zu, anstatt ein Grundstück zu verteidigen. Durch ihren starken Rudelbezug sollten sie zudem nicht alleine in einem Zwinger gehalten werden.

Anstatt zu bellen oder anderweitig die Familie oder das Grundstück zu verteidigen, gehen Huskys eher freudig auf den Fremdling zu und beschnüffeln ihn neugierig.

Außerdem sind Huskys soziale Tiere. Ganz alleine im Zwinger oder im Garten zu übernachten und das Leben eines Wachhundes zu führen, liegt nicht in der Natur eines Huskys.

Daran würde ein Husky eher kaputt gehen und wahrscheinlich frühzeitig sterben, weil es ihn absolut nicht erfüllt. Huskies wollen bei ihrer Familie, ihrem Rudel, leben und mit ihnen gemeinsam Dinge unternehmen.

Wie wird ein Husky ein guter Familienhund?

Neben den weiter oben angesprochenen Punkten, gibt es noch ein paar allgemeine Punkte, die man unbedingt beachten sollte, wenn ein Husky gut im Familienleben integriert werden soll.

Nur wenn alle Punkte erfüllt werden, kann man einen guten Familienhund bekommen und die tollen Seiten des loyalen Huskys genießen.

Bewegung ist wichtig

Fast in jedem Artikel über Huskys gehen wir darauf ein und wir tun es auch dieses Mal. Denn der Punkt Bewegung ist einfach immens wichtig für Huskys und wird von vielen nun einmal immer wieder unterschätzt.

Huskys sind Arbeitshunde, die in der Lage sind Schlitten mit schweren Gegenständen, in eisiger Kälte über viele Kilometer zu ziehen. Das bedeutet, dass sie von Natur aus ein sehr großes Energieniveau haben und das jeden Tag.

Geht man mit einem Husky einfach nur normal 3-4 am Tag für 30 Minuten Gassi, dann reicht das kein bisschen für einen Arbeitshund wie dem Husky aus.

Die Folge ist, dass sich die Energie im Huskykörper anstaut und er jetzt auf eigene Faust Wege sucht, diese Energe loszuwerden. Dazu kann gehören, dass er in der Wohnung hin und her rennt, Möbel kaputt kaut, plötzlich nicht mehr auf Kommandos hört oder im schlimmsten Falle sogar aggressiv wird.

Damit das nicht passiert, vor allen nicht in Familien in denen auch Kinder leben, müssen Huskys jeden Tag ausreichend bewegt werden. Daran kommt man als Huskyhalter einfach nicht vorbei :o)

Huskys müssen erzogen werden

Neben ihrer offenen, neugierigen und sozialen Ader können Huskys auch sehr stur und diskussionsbereit sein. Das bedeutet, dass Kommandos nicht einfach angenommen oder gar umgesetzt werden.

Erziehung ist bei jeder Hunderasse immens wichtig, aber gerade bei Huskys geht es nicht anders und sie müssen konsequent erzogen werden. Wir meinen damit keine Härte, Strafen oder Ähnliches, sondern einfach nur Konsequenz.

Das bedeutet, du musst klar machen, dass du das Sagen im Rudel hast und du entscheidest, wann der Husky was zu machen hat. Möchte er z.b. kein Sitz machen und diskutiert mit dir, dann musst du so lange dabei bleiben und geduldig dein Kommando einfordern, bis der Husky es umgesetzt hat.

Ansonsten lernt er, dass er mit seinem Verhalten durchkommt, was für dich und deine Familie immer ein potentielles Risiko darstellt, denn dann fängt er an dir auf der Nase herumzutanzen.

Huskys müssen sozialisiert werden

Neben der Erziehung ist für einen Husky auch die Sozialisierung mit anderen Hunden wichtig und das schon ab dem Welpenalter. Denn wenn ein Husky, oder egal welche Hunderasse, nicht früh lernt wie er mit anderen Artgenossen umzugehen hat, birgt das die Gefahr von Aggressionnen.

Hunde müssen erst lernen, wie sie mit anderen Artgenossen umgehen dürfen. Lernt ein Husky das nicht und begegnet anderen Hunden, kann er diese meist nicht einschätzen oder fühlt sich sogar bedroht. Dann kann es dazu kommen, dass er die Zähne fletscht und dich ggf. sogar vor den anderen Hunden beschützen möchte.

Das ist nicht nur für dich als Halter Stress, sondern auch für deinen Husky. Dieser Stresspegel kann wiederum in das Familienleben mitgenommen werden und auch hier dazu führen, dass ein Husky nicht ruhig bleibt, sondern Möbel zerkaut, aggressiv wird o.Ä.

Fazit:Huskys sind sehr gute Familienhunde

Huskys eignen sich wunderbar für Familien. Vor allem, weil es in ihrer DNA liegt in größeren Rudeln zu leben lieben sie es, mehrere Menschen um sich zu haben und Teil dieses Rudels zu sein.

Auch mit Kindern kommen Huskys sehr gut klar. Hier muss man allerdings darauf achten, dass ein Husky erst mit Ruhe und Geduld an den Neuankömmling gewöhnt wird. Auch im weiteren Verlauf des Zusammenlebens müssen Husky und auch die Kinder lernen, wie sie mit dem anderen umgehen dürfen.

Achtet man zusätzlich darauf, dass der Husky seine tägliche Portion an Bewegung bekommt, hat man einen loyalen, sehr sozialen, liebevollen und auch lustigen Begleiter an seiner Seite :o)